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Okt 04 2011

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Was ist Twitter?

Nach der Einführung hier zum Einstieg nochmals eine kompakte Definition: Twitter ist eine Plattform, über die eigene Mitteilungen verbreitet werden, die maximal 140 Zeichen lang sind.

  • Eine Mitteilung ist ein Tweet.
  • Tweets werden über Twitter-Konten bei Twitter bereitgestellt.
  • Unter Tweeple versteht man Personen, die Twitter in der einen oder anderen Weise nutzen (Twitter People).

Im folgenden Artikel beschäftige ich mich ausführlicher mit verschiedenen Aspekten von Twitter und dessen Funktionsweise.

Twitter Profil

Um Mitteilungen zu versenden oder zu empfangen, muss man bei Twitter angemeldet sein. Dazu begibt man sich auf die Twitter Website und meldet sich für Twitter an. Bei der Anmeldung gibt man einen vollständigen Namen, eine zustellbare E-Mailadresse und ein Passwort an. Es wird ein Profil angelegt, welches aus

  • der Timeline – chronologisch angeordneten eigenen und fremden Tweets,
  • Kontakten,
  • diversen Listen mit spezielle Sichten auf die Timeline und die Kontakte sowie einer
  • Profilseite

besteht. Es gibt diverse Einstellmöglichkeiten für Sichtbarkeit, Informationskanäle und Layout.

Nutzungsvertrag

Mit der Anmeldung bei Twitter schließt man einen Vertrag ab. Der Nutzer

  • darf Twitter unentgeltlich nutzen.
  • behält die Urheberrechte an seinen Mitteilungen.
  • ist verantwortlich für die Beachtung der  Urheberrechte Dritter.
  • akzeptiert Werbung von Twitter, Drittanbietern und Twitter-Partnern.
  • gewährt Twitter das Recht, die Mitteilungen weltweit öffentlich zu machen und zur Syndizierung zur Verfügung zu stellen.
  • vermeidet alle Aktivitäten, welche das Ziel haben Dritte zu belästigen (Spam).
  • hält sich an geltendes Recht.

Grundsätzlich kann man mehrere Konten anlegen, wobei man sich auch unter Pseudonymen anmelden darf. Es darf nicht versucht werden, andere Nutzer zu verwirren, zu täuschen oder zu betrügen oder sich als jemand anderes auszugeben.

Notice

Alles, was bei Twitter veröffentlicht wird, ist nicht mehr geheim.

Unabhängig von den Datenschutzbestimmungen und allen Einstellungen der Privatsphäre werden die Daten in anderen Ländern gespeichert und sind damit nach den jeweiligen gesetzlichen Regelungen den Behörden zugänglich.

Diese verkürzte Zusammenstellung ersetzt keinesfalls ein Studium der einschlägigen Dokumente von Twitter. Wer es also ganz genau wissen möchte, sollte diese jedenfalls lesen.

Aufbau eines Tweet

Üblicherweise besteht ein Tweet kann aus einem beliebigen Text, der Links, Hashtags und Erwähnungen beinhalten kann.

Links in Tweets

Da Links oftmals sehr lang sind, werden Dienste verwendet, die Links verkürzen. So wird dann z.B. aus einem sehr langen Link: ”

http://www.google.de/search?aq=f&hl=de&gl=de&tbm=nws&btnmeta_news_search=...” ein kurzer Link “http://blog.kladt.net/heidi/” Der erste Link würde nicht in einen Tweet passen, beim zweiten hat man noch 111 Zeichen für zusätzlichen Text übrig. Twitter verkürzt zu lange Links automatisch auf 19 Zeichen.

Hashtags

Hashtags sind Worte, vor die man das Zeichen # (Doppelkreuz) setzt. Dadurch macht ein Tweeter deutlich, dass ein bestimmter Tweet zu einer bestimmten Kategorie gehört – wie auch immer die betreffende Person für sich die Kategorie definiert.  Früher wurden Hashtags ausgewertet, um Trendthemen zu bestimmen. Mittlerweile gibt es eine gute Suchfunktion bei Twitter, bei der alle Worte in Tweets berücksichtigt werden. Deshalb geht die Bedeutung von Hashtags zurück. Allerdings bin ich der Meinung, dass eine maßvolle Kennzeichnung von Mitteilungen durch Hashtags immer noch sinnvoll ist.

Erwähnungen | Mentions

Eine Erwähnung wird durch das @-Zeichen eingeleitet. Eine Nachricht mit @kladtiator ist eine öffentlich lesbare Nachricht an das Konto “kladtiator”.

Mit dem folgenden Tool – MentionMapper – kann man darstellen, welche Personen man in seinen Tweets erwähnt und welche Hashtags man verwendet hat. Durch Klick auf einen Knoten kann man die entsprechenden Aktivitäten anderer Tweeple herausfinden.

Beziehungen von Erwähnungen und HashtagsDirekte Nachrichten

Man kann direkte Nachrichten an Follower schicken. Diese sind vor dem Blick der Öffentlichkeit verborgen.

Retweet

Eine insbesondere auch für die Suchmaschinen-Optimierung wichtige Möglichkeit, ist das Retweeten von Tweets. Dabei leitet man Tweets, die man empfängt an seine eigenen Follower weiter. Dies entspricht einer Weiterleitung von Emails an den eigenen Bekanntenkreis.  Aus Sicht einer Suchmaschine wird die Reputation der Tweeple, deren Tweets häufig retweetet werden, erhöht. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Personen, die bereits über eine hohe Reputation verfügen, dies tun. Eines der Ziele ist es, eine hohe Retweet-Rate auf die eigenen Tweets zu erreichen.

Listen

Im Twitterkonto werden unterschiedliche Listen erzeugt, welche letztlich nur spezielle Sortierungen von Tweets und Kontakten darstellen:

  • Follower – Kontakte, die meine Tweets abonniert haben
  • Following – Kontakte, deren Tweets ich folge
  • Erwähnungen – Tweets, die mich erwähnen
  • Retweets – irgendwelche meiner Kontakte, zu meinen Tweets, von mir
  • Suchen – gespeicherte Suchergebnislisten
  • Listen – meine privaten und öffentlichen Kontaktsammlungen
  • Favoriten – Tweets, die ich speziell markiert habe
  • gelistet – öffentliche Listen von anderen, in denen mein Konto aufgeführt ist
  • Nachrichten – persönliche Tweets an mein Konto

Fazit

Es stellt sich die Frage, wofür man Twitter braucht und wem Twitter nutzt. Letztlich muss das jeder für sich selber entscheiden und die unterschiedlichsten Ambitionen mögen hier eine Rolle spielen. Ich finde Twitter sehr praktisch, um Neuigkeiten in Form von Schlagzeilen jederzeit unkompliziert, bei geringen Bandbreiten zur Verfügung zu haben. So sind in den letzten Jahren viele unzensierte Nachrichten durch Privatpersonen über Twitter verbreitet worden und haben zur Demokratisierung der Meinungsbildung beigetragen.

Insgesamt sollte man Twitter einfach ausprobieren. Entweder ergibt sich eine Vorstellung wie man diese Plattform für sich sinnvoll einsetzen kann oder eben nicht. Letztlich lernt man nur durch eigene Erfahrungen. Und Sie selber verstehen Ihr Geschäft am besten.

Rob James hat in seinem Blog vor einiger Zeit die Tweeple in drei Rollen eingeteilt:

  • Community – Austausch und Kommunikation unter Gleichgesinnten.
  • Broadcaster – Mitteilungen von Medien, Firmen, Personen, Stars usw. an eine interessierte Öffentlichkeit oder Fangemeinde.
  • Vermarkter – dem Wesen nach Broadcaster, aber mit dem vorrangigen Ziel, Produktinformationen zu streuen.

Ich halte diese Einteilung für sinnvoll. Aus Sicht des Marketing stellen sich vorrangig folgende Fragen:

  • Welche Rollen nimmt ein Unternehmen wahr?
  • Sind Investitionen in Twitter sinnvoll und erhöhen das Unternehmensergebnis?
  • Sind die Unternehmensziele durch Präsenz auf Twitter besser realisierbar als ohne?

Um zum Anfang dieses Artikels zum kommen: Was ist Twitter?

Twitter ist die Option auf Kontaktanbahnungen, Kontakt- und Kundenbeziehungspflege.  In den allermeisten Fällen dürfte Twitter lediglich eine Station sein, um aus Kontakten letztlich zufriedene Kunden zu machen.

Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter auf die Nutzung und Bedienung von Twitter eingehen. Für Fragen stehe ich jedoch gerne zur Verfügung. Hinterlassen Sie einen Kommentar.  Zu Themen von allgemeinem Interesse werde ich eigens Artikel verfassen.

Banner Bildrechte: © Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com  / pixelio.de

Über den Autor

Rüdiger Kladt

Seit 25 Jahren bin ich im IT- und Internet-Bereich beschäftigt. Seit September 2011 schreibe ich über meine Erfahrungen in meinem Blog zum Marketing im Internet. Ich schreibe für ambitionierte Leute ohne besondere Vorkenntnisse, die selber aktiv werden und Zusammenhänge verstehen wollen, und die Tipps und Anleitungen für Strategie, Konzeption und Realisierung ihrer Internetpräsenz benötigen.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.kladt.net/was-ist-twitter-2/

1 Kommentar

  1. Volker

    Vielen Dank,
    für diese Anleitung. Hat mir sehr weitergeholfen. Werde statt “facen” jetzt twittern.

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